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OTA - Ausbildung in München

Stellenangebote OTA-Ausbildung

ein tag im krankenhaus barmherzige brüder münchen mit...

...dem OTA-Auszubildenden Raphael Scheirich.

Was hat ein Zeltlager mit der Arbeit in einem Operationssaal zu tun? Einiges! – würde Raphael Scheirich sagen: Man sollte nicht blass werden, wenn man ein blutendes Knie sieht. Man sollte stressresilient sein und gerne ein paar Kilometer am Tag zu Fuß gehen. Das Team ist alles. Man sollte bestenfalls immer wissen, was als nächstes passiert. Durchwachte Nächte kommen vor. Und auch wenn der OP nicht gerade ein verwunschener Wald ist, so taucht man dort doch in eine ganz andere Welt ein.

Raphaels Weg in den OP führte über ein Freiwilliges Soziales Jahr, bei dem ihn die Ärzte eines Tages mit an den Operationstisch nahmen – und er sich sofort in diese Arbeit schockverliebte. Heute ist Raphael am Anfang seines 2. Ausbildungsjahrs zum Operationstechnischen Assistent (OTA) bei den Barmherzigen Brüdern und hat seinen Pfad gefunden.

Guten Morgen, Herr Scheirich! Sie lieben doch den freien Himmel und die frische Luft. Haben Sie denn heute schon die Sonne gesehen?

Nein. Ich bin heute morgen im Dunkeln gekommen und wenn ich gehe, ist die Sonne gerade wieder verschwunden. Im Winter verpassen wir uns während der kurzen Tage, das hole ich dann am Wochenende nach.

Und dennoch gefällt Ihnen die Ausbildung zum so OTA sehr, dass Sie die Operationslampe gegen die Sonne eingetauscht haben. Was genau fasziniert Sie denn so an diesem Beruf?

Ich habe mit der OTA-Ausbildung die Mischung gefunden, die zu mir passt. Es hat mich immer hin zu einem sozialen Beruf gezogen. Doch ich bin auch ein handwerklicher Typ und fasziniert von Technik. Als ich dann das erste Mal in den OP kam, hat es Klick gemacht. Diese absolut konzentrierte Atmosphäre. Hände, die Instrumente anreichen. Die Präzisionsarbeit. Aber auch, dass man den Erfolg seiner Arbeit sofort sieht. Ich muss mir nie die Frage stellen, warum ich meinen Job eigentlich mache: Wir arbeiten, um die Lebensqualität eines Menschen zu verbessern, oder sogar Leben zu retten. Da bleiben eigentlich keine Fragen offen.

Nun ist die Arbeit im OP sicher kein Spaziergang. Was hat Sie in der OTA-Ausbildung überrascht?

Ich war und bin sehr beeindruckt von den erfahrenen OTAs, mit denen wir zusammen im OP stehen. Sie kennen die Operationsschritte auswendig und haben quasi gelernt, die Gedanken des Operateurs zu lesen. Bevor er oder sie die Hand ausstreckt, hat der OTA bereits das passende Instrument parat. Im OP werden wir alle zu einer großen Maschine mit vielen Köpfen, Armen und Händen.

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Klingt ein bisschen nach Frankenstein.

Ach, wenn Sie Frankenstein kennenlernen wollen, dann stelle ich Ihnen unseren Da Vinci vor. Das ist unser Roboter mit vier Armen, der an diesem Krankenhaus extrem präzise minimalinvasive Eingriffe durchführt. Ich durfte ihm einmal im OP assistieren und ihm die Instrumente einsetzen. Es ist schon faszinierend, welche Meilenschritte die Medizin inzwischen macht.
 

Da wären wir also bei Ihrer Technik-Begeisterung. War der Da Vinci denn auch ein Grund, weshalb Sie sich das Krankenhaus Barmherzigen Brüder als OTA-Ausbildungsstelle in München ausgesucht haben?

Von dem wusste ich damals noch gar nichts. Ich habe mich für die Barmis entschieden, weil es fachlich und ausbildungstechnisch eine der Top-Kliniken in München ist. Man wird hier sehr gefördert. Das Krankenhaus ist technisch auf höchstem Niveau, das merkt man auch daran, dass wir häufig Einführungen in neue Geräte oder Arbeitsmaterial bekommen. Die Orthopäden an diesem Haus sind über die Grenzen von Bayern weg bekannt, oft stehen wir mit hochspezialisierten Ärzten für bestimmte Operationen im OP. Das alles ist für mich als OTA-Auszubildender total spannend.

 

Auch toll: In der OTA-Ausbildung müssen wir ja so gut wie alle Stationen eines Klinikums durchlaufen. Viele meiner Klassenkameraden in der Berufsschule müssen alle zwei Monate den Ausbildungsplatz wechseln. Ein großer Vorteil an der OTA-Ausbildung am Krankenhaus Barmherzige Brüder München ist, dass wir die gesamte Zeit unserer Ausbildung hier am Haus bleiben. Wer von außerhalb kommt, bekommt eine bezahlbare Wohnung über das Krankenhaus eine Wohnung im wunderschönen Nymphenburg angeboten. Es gibt auch WGs, in denen Azubis zusammenwohnen. Aber abgesehen von diesen offensichtlichen Vorteilen, stimmt hier auch einfach das Gesamtpaket.

Was steckt denn in diesem Gesamtpaket?

Die Barmis sind auch auf menschlicher Ebene der ideale Platz zum Lernen. Wir OTA-Azubis haben eine zentrale Praxisanleitung, die sich richtig gut um uns kümmert. Dazu eine eigene Praxisanleitung für jeden Fachbereich. Denen ist es richtig wichtig, dass wir Spaß an der Ausbildung haben und uns hier wohlfühlen. Wir werden mit nichts alleine gelassen und sicher durch die Ausbildung geführt. Das merkt man auch in der Berufsschule – wir haben schon ein sehr hohes Ausbildungsniveau. Mir hatten das bereits andere OTAs während meines FSJ gesagt: der Ausbildungsplatz bei den Barmherzigen Brüdern ist ein großer Glücksfall.

 

War es denn Glück, dass Sie den Ausbildungsplatz in München bei den Barmherzigen Brüdern bekommen haben?

Für mich, ja! Wir sind aktuell 5 Auszubildende, Bewerber:innen gab es aber deutlich mehr. Der Bewerbungsprozess hat eigentlich total Spaß gemacht. Ich habe meinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben geschickt und wurde in einer Gruppe zu einem ersten Kennenlernen eingeladen. Wir haben eine Gruppenaufgabe bekommen und hatten dann noch am selben Tag ein Einzelgespräch mit der Personalreferentin und der Leitung der OP-Pflege. Wir haben eine OP-Führung bekommen und die Azubis, die bereits in der Ausbildung waren, haben uns von ihrer Ausbildung erzählt. Auf den Kennenlerntag folgten dann noch 2 Tage Hospitation im OP. Das war dann auch ein Test für uns: Bevor man nicht selbst mal im OP steht, kann man auch nicht sagen, ob dieser Beruf wirklich zu einem passt.

 

Was denken Sie: Zu wem passt ihre OTA-Ausbildung in München?

Das Team ist alles. Einzelkämpfer werden sich in diesem Job, denke ich, nicht wohlfühlen. Man sollte auch was wegstecken können. Wir arbeiten mit sehr kranken Menschen – das sind schon heftige Schicksale, die wir teilweise sehen. Man sollte außerdem motiviert bleiben können. Die Theorie ist anstrengend, besonders bei Anatomie und Instrumentenkunde braucht es Fleiß und einen langen Atem. Aber es ist eben auch total interessant!

Apropos interessant: Ich denke, man sollte sich vor allem für den Menschen interessieren. Nicht nur für das „Technische“ im OP. Ach, und das noch: Man muss für diesen Job körperlich ziemlich fit sein. Besonders in der Springer-Position – also desjenigen, der Material von außen in den OP bringt – läuft man schonmal seine 12.000 Schritte am Tag. Als OTA bekommt man definitiv kein Sitzfleisch.

Herr Scheirich, vielen Dank für dieses ehrliche Gespräch. Gibt es etwas, das Sie einem künftigen Anwärter auf die OTA-Ausbildung mit auf den Weg geben würden?

Freu dich auf einen sehr abwechslungsreichen und tollen Beruf, der teilweise spannend und auch manchmal echt stressig ist! Aber wenn du nach der Schicht die OP-Klamotte im Wäschekorb, und die Anspannung des Tages in der Umkleide lässt, bist du zufrieden und stolz auf deine Arbeit.
 

Herr Scheirich, vielen Dank und Ihnen alles Gute!

Ich danke Ihnen!
 

Sie können sich vorstellen, eine OTA-Ausbildung in München zu machen und haben auch Gutes vom Krankenhaus Barmherzige Brüder in München gehört? Bewerben Sie sich das kommende Ausbildungsjahr. Ab Herbst ist die Stellenausschreibung online. Herr Scheirich, die anderen Azubis und unsere Pflegekräfte und Ärzt:innen freut sich darauf, Sie kennenzulernen! 

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